Spam

Was ist eigentlich Spam?

Ja ich weiß, viel Text aber er hilft!

Aktive E-Mail-Benutzer kennen das leidige Problem: In der Mailbox landen nicht nur willkommene Botschaften, sondern auch unerwünschte, oft genug dubiose und lästige E-Mails. Für solche wahllos gesendeten Massen-Mails hat sich die Bezeichnung "Spam" eingebürgert. Einen vollständigen Schutz vor diesen unliebsamen Botschaften gibt es leider nicht, wohl aber wirksame Maßnahmen zur Eindämmung.

Am 14.06.2006 hat das Bundeskabinett das "Gesetz zur Vereinheitlichung von Vorschriften über bestimmte elektronische Informations- und Kommunikationsdienste" (EIGVG) beschlossen. Mit diesem Gesetz sollen die Regelungen im Bereich der Teledienste vereinheitlicht werden. Das Kein SpamTelemediengesetz soll den Schutz vor irreführenden Angaben bei E-Mail-Werbung verbessern. Nach dem neuen Gesetz müssen sich Charakter und Herkunft einer E-Mail-Werbung bereits aus der Kopf- und Betreffzeile der Nachricht ergeben. Damit soll der Empfänger frei entscheiden können, wie mit der E-Mail umgegangen werden soll, ohne sie erst öffnen zu müssen. Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet. Da der Großteil der Spam-Mails aus dem Ausland kommt und somit nicht von der deutschen Regelung erfasst wird, hofft die Regierung mit der neuen Regelung ein Signal im Kampf gegen Spam-Mails gesetzt zu haben. Das dies nun leider nicht der Fall ist, erleben wir fast täglich in unserem Postfach.


Wie aktiviere ich einen SPAM-Schutz/Viren-Schutz?

Viele E-Mail-Provider bieten direkt einen Viren- und SPAM-Schutz auf ihren Mail-Servern. Aktivieren Sie diesen Schutz. Dieser ist meist besser als jeder bei Ihnen lokal installierte Filter. Sehr viele Viren und Trojaner werden so entsorgt, noch bevor sie auf Ihren Rechner gelangen. Klicken Sie niemals auf Mail-Anhänge (Attachments), die Sie von unbekannten Absendern erhalten. Diese Attachments sind alle böse, hinterhältig und gemein oder bestenfalls unglaublich unwichtig. Klicken Sie niemals auf Attachments, die ausführbare Programme enthalten (*.exe, *.vbs, *.bat, *.scr, *.pif, ...). Installieren Sie sich eine Anti-Virus-Software. Die gibt es für Privatanwender kostenfrei im Netz. Lassen Sie die Anti-Virus-Software permanent im Hintergrund laufen, damit Schädlinge umgehend entdeckt werden können. Führen Sie regelmäßig ein Update des Virenscanners durch. Am besten soll das der Virenscanner selbst erledigen (Automatische Updates gibt es bei jedem guten Virenscanner!).

Wie vermeiden Sie darüber hinaus SPAM in Ihrem Postfach?

Veröffentlichen Sie nicht Ihre E-Mail-Adresse auf Webseiten oder in Foren. Wenn Sie dort eine E-Mail-Adresse angeben möchten, verwenden Sie eine zweite E-Mail-Adresse, die sie speziell für diesen Zweck bei einem kostenlosen E-Mail-Anbieter erzeugen und einfach kündigen können. Geben Sie Ihre Mailadresse auch nicht an Dritte - etwa über Ihre Visitenkarte - leichtfertig weiter. Kaufen Sie keine in SPAM-Mails beworbenen Produkte. Sie ernähren sonst die SPAM-Versender.

Darf ich SPAM beantworten?

Beantworten Sie nie eine SPAM-E-Mail oder klicken Sie einen dort angegebenen Link. Hierdurch erfährt der Spammer, dass die E-Mail sie erreicht hat und Ihre E-Mail-Adresse wird für den Spammer viel wertvoller. Er wird Ihnen in Zukunft weitere SPAM-E-Mails schicken. Klicken Sie niemals auf Links in SPAM-Mails („Wenn Sie keine Mails mehr erhalten wollen, klicken Sie hier!“). Sonst weiß der SPAM-Versender, dass Sie seine Mail gelesen haben und Sie erhalten nur noch mehr SPAM.

Ich möchte meine E-Mail-Adresse veröffentlichen

Viele Webseiten verlangen bei einer Registrierung, dass Sie Ihre Mailadresse angeben. Geben Sie dort nicht Ihre eigene Adresse an, sondern legen Sie sich für diese Fälle eine spezielle Mailadresse zu. Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse veröffentlichen möchten, können Sie dies als Privat-Anwender in Form eines Bildes auf der Webseite tun. Oder Sie geben die E-Mail-Adresse folgendermaßen an: ihrname-nospam@domain.de. Zusätzlich weisen Sie darauf hin, dass die Zeichen -nospam in der E-Mail entfernt werden müssen. Bei geschäftlichen Angaben ist dieses Vorgehen leider nicht erlaubt. Allgemein kann bei Betrieb der eigenen Webserver viel mehr zum Schutz vor SPAM getan werden. Dort ist ein fast SPAM-freier Betrieb der E-Mail-Server möglich. Dafür ist jedoch eine entsprechende Erfahrung in der Konfiguration der Anti-SPAM-Maßnahmen erforderlich.